Natürliche Selbstportraits ganz einfach selbst machen

natürliche Selbstportraits

Seit 29 Jahren fotografiere ich mich selbst. Selbstportraits sind eine wichtige Art mich selbst auszudrücken. Es gibt Ideen und Momente, die nur ich selbst fotografieren kann, um das Bild zu erhalten, was ich mir gedacht habe.

Dabei lag mein Fokus schon immer auf natürlichen Selbstportraits. Meine Selbstportraits kommen ganz ohne technischen Schnick Schnack aus und wirken dabei ganz und gar nicht langweilig.

Das ist auch ein Grund, warum dieser Artikel ganz hilfreich für dich sein könnte. Das natürliche Licht steht uns allen zur Verfügung.


Warum Selbstportraits?

Wenn du viel in Social Media unterwegs bist und ständig neue Fotos von dir brauchst, sind Selbstportraits die optimale Lösung. Natürlich meine ich damit Bilder, die mit einer richtigen Kamera geschossen wurden. Ein Smartphone macht Selfies von dir.

Um dich kreativ austoben zu können, solltest du die Kontrolle über Blende, Zeit und Belichtung haben.

Du kannst jederzeit, all deine Fotowünsche selbst umsetzen und kannst die Fotos Medial unbegrenzt nutzen. Bei einem Fotografen musst du diese Rechte kaufen. Wenn du also recht häufig neue Fotos von dir zeigen möchtest, sind Selbstportraits eine sehr gute Variante.

Was noch so passiert. Solltest du eine gewissen Scheu vor der Kamera haben, kannst du diese so überwinden und das in deinem eigenen Zeit-Tempo.

natürliche Selbstportraits
Ostsee 2004: wahrscheinlich 4.5 Blende, 50mm

Was du für gute Selbstportraits brauchst?

Im Grunde nur eine gute Kamera, eine mit der du Blende, Zeit und Belichtung einstellen kannst. Selbst ein Stativ kannst du durch einen Stuhl, einen Tisch, einen Stapel Bücher oder durch ein Regal ersetzen.

Wenn du unterwegs bist, ist ein Stativ aber schon recht praktisch und zu empfehlen. Ich habe meins der Eigenmarke von Calumet Photo (unbezahlte Werbung) und bin sehr zufrieden.

Da jede moderne Kamera mittlerweile Intervall-Auslösungen anbietet, brauchst du nicht mal einen Fernauslöser.

Dazu aber mehr in meinem baldigen Onlinekurs für Selbstportraits.

Hier nochmal in der Übersicht:

  • eine gute Kamera
  • Stativ
  • Fernauslöser (wenn du magst)

Es gibt noch viele andere Varianten ein Selbstportrait aufzunehmen, aber diese sollte erstmal reichen.

Steinmetzhof; 2.8 Blende; ISO 500; 1/1600; 35mm

Selbstportraits mit Gegenlicht

Nutze das Sonnenlicht. Diese Serie habe ich auf dem Tempelhofer Flugfeld aufgenommen. Da ist immer was los. Aber es interessiert auch die Wenigsten, wenn man dort Fotos von sich selbst schießt.

Das hieß aber näher an die Kamera ran, wenn man nicht unbedingt andere Menschen mit im Bild haben möchte.

 

Im Foto rechts unten sieht man einige Menschen weiter hinten links im Bild. Da ich das aber nicht so schlimm finde, gibt es auch Selbstportraits auf denen ich weiter weg bin.

Ansonsten ist dieses Selbstportrait bei herbstlicher Abendsonne aufgenommen worden. Das ist der Vorteil an Frühling Herbst und Winter. Du musst nicht bis spät wach bleiben, um herrliche Abendlichtfotos zu schießen. Außerdem dauert der Sonnenauf- und Sonnenuntergang länger und du hast mehr Zeit für die Aufnahmen.

Spiegelnde Selbstportraits

Für deine Selbstportraits kannst du Spiegel oder sich spiegelnde Flächen verwenden. Links im Bild siehst du mich ganz klein in der Tür des Restaurants. Und rechts fotografiere ich mit meiner Kamera direkt in einen Spiegel.

Lichtquellen

Ich verwende natürliche oder bereits vorhandene künstliche Lichtquellen und ihre entstehenden Schatten.

Als aller erstes steht uns das Sonnenlicht zur Verfügung. Dies kann draußen in der Natur oder deiner Stadt sein, oder eben am Fenster oder in Durchgängen usw. Ganz wunderbar eigenen sich auch Laternen oder wie hier auf dem Fotos ein Spotlight über dieser Sitzbank.

natürliche Selbstportraits
Am Spreebogen Berlin (4.5 Blende)

Das Selbstportrait unten wurde in einem Berliner Hotelzimmer geschossen. Die Lichtquelle sind die Fenster links vom Bett. Völlig ausreichend, und da die Wand hinter der Kamera sehr hell war, diente diese als Reflektor und so war mein Gesicht relativ gleichmäßig ausgeleuchtet.

natürliche Selbstportraits
Circus Hotel am Rosenthaler Platz – 1.8 Blende; ISO 800; 1/160; 24mm

Duplikationen

Okay, das hier ist für Fortgeschrittene, aber es sind meine absoluten Favoriten Selbstpotraits. Ich liebe es mit oder ohne Konzept vor der Kamera umher zu springen, zu stehen oder was auch immer zu tun. Und das Ganze am Ende in Photoshop zusammen zu basteln.

In meinem Onlinekurs für Selbstportraits wird es ein Modul nur dafür geben.

natürliche Selbstportraits

Thematische Selbstportraits

Auf deinen Selbstportraits muss nicht immer dein Gesicht zu sehen sein. Das wäre auf die Dauer ganz schön langweilig. Also denk dir was aus, was du für Social Media und deine Website gebrauchen könntest, was vielleicht direkt zum Text neben dem Bild passt oder auf die jeweilige Seite.

Hier siehst du mich links, wie ich mich bedanke. Rechts siehst du, wie ich weg gehe. Das könnte bedeuten du sollst mir folgen. Und in der Mitte, tja, da könnte man in die Fußstapfen desjenigen treten. Es gibt so viele Möglichkeiten.

Kunstlicht in der Wohnung

Dieses Bild ist tatsächlich mit Hilfe eines Baustrahlers entstanden. Bei dieser Art Lichtquelle sollte allerdings klar sein, dass du am Ende nur ein Schwarz-Weiß-Foto produzieren kannst.

Es gibt aber auch wunderbare Möglichkeiten mit einer Nachttischlampe oder Spotlights im Wohnzimmer oder Büro oder ähnlichem.

Selbstportrait
4.5 Blende, ISO 100, Zeit 1/200

Wenig Gesicht zeigen

Das halbe Gesicht ist auch immer eine sehr interessante Möglichkeit und wenn du daneben noch viel Platz hast, dann kannst du dort noch einiges hinschreiben. Das wäre für Social Media ideal. Beachte also schon bei der Aufnahme, was du später machen willst.

Manche Bilder entstehen unerwartet und du musst den Dingen einen gewissen Rahmen für “Zufälle” geben. Dann entstehen fantastische Bilder von dir.

Auch darüber spreche ich in meinem Kurs für Selbstportraits.

Posen und Emotionen

Keine Bange, das Bild ist von 2004. Mir geht´s gut. Dieses Selbstportrait soll aber zeigen, das du nicht immer auf deinen Fotos lachen musst. Bzw. du auch ernst schauen kannst – je nach Thema – passt ein lächeln nicht.

Neulich habe ich eine Mitarbeiterin von Ärzte ohne Grenzen fotografiert. Wenn sie auf ihren Fotos ein strahlendes Lächeln zeigen würde, neben einem Artikel, der von Kindern in Not erzählt. Das würde einfach nicht passen.

Ausdrucksstarke Portraits

Die Töne auf dem Foto sind pastellig, die Sonne geht gerade auf und das verleiht dem Bild eine gewisse Magie von Wunsch, Sehnsucht und Wirklichkeit. Der Winkel der Kamera und die Stellung der Kamera spielen hierbei eine große Rolle. Ebenso ist die Einstellung der Zeit eine wesentlicher Faktor, der dazu beiträgt, dass Sehnsucht und Vergänglichkeit in deinem Selbstportrait sichtbar wird.

natürliche Selbstportraits
2.8 Blende; ISO 400; 1/400; 50mm

Menge und Auswahl deiner Fotos

Ich bin nach 29 Jahren ziemlich geübt, was meine Position vor der Kamera bei jeglichen Objektiven, der Lichtsetzung und Lichtsituation, sowie den Zeit- und Blendeneinstellungen.

Aber wenn du gerade erst anfängst, bedeutet das, Übung Übung, Übung. Schieß lieber ein paar Fotos mehr, als zu wenig. Ganz besonders, wenn du dafür an einen besonderen Ort gefahren bist. Bilder löschen kannst du immer noch.

Und solltest du bei der Auswahl danach Schwierigkeiten haben, mach eine engere Auswahl und zeige diese deinen Liebsten. Jemand anderes schaut mit ganz anderen Augen auf deine Selbstportraits.

natürliche Selbstportraits

Selbstportraits mit Kindern

Das ist nun wirklich noch mal eine ganz andere Hausnummer. Aber ich kann dir nach 12 Jahren Erfahrung sagen, es geht und es ist manchmal wirklich sehr sehr lustig, wie man hier rechts sehen kann.

Selbst mein damals 4jähriger Sohn wusste, dass seine Position am Rand vom Bild ist. Er wollte aber unbedingt sein Gesicht rein halten und beugte sich vorsichtig nach vorn. Herrlich.

Was ich damit sagen will, wenn du das von Anfang an mit deinen Kindern machst, dann wissen auch deine Kinder recht bald, wie der Abstand zu Kamera sein muss, wann das Bild geschossen wird und und und.

bewegende Selbstportraits

Wie kann man eigentlich vor der Kamera Locker werden? Ganz besonders, wenn du an einem Ort Fotos machst, an dem auch andere Menschen sind.

Das mag für einige Menschen auch nochmal etwas anspruchsvoller sein, als für jemanden wie mich, dem das vollkommen egal ist, ob er grad auf dem Alexanderplatz steht oder am Meer.

Da dies doch ein recht intensives Thema ist, habe ich mich auch auf meinem Onlinekurs für natürliche Selbstportraits damit befasst.

Du hast Interesse an meinem Onlinekurs für natürliche Selbstportraits? Trage dich jetzt unverbindlich auf meiner Warteliste ein.

Ich freu mich auf euch.

Liebe Grüße

Jannette


Locations für deine Selbstportraits

Rundgang in meinem Fotoblog


Familienfotografin

Jannette Kneisel

0177. 7733665

mail@jannettekneisel.de


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